Ostertrail in Kassel
03.04.10
Am Ostersonnabend waren wir zu einem Mantrailing-Lehrgang in Kassel.
Nach unserer Ankunft und einer kurzen „Löserunde“ ging es auch schon los. Unter Anleitung von Sabine Gilfert wurden verschiedene Trails von fünf Hunden in Angriff genommen.
Bei Kanga´s erstem Trail mussten wir erkennen, dass zwar die Grundlagen da sind, aber sich doch mehrere handwerkliche Fehler im Laufe der Zeit eingestellt haben.
Nach einer konstruktiv-kritischen Auswertung bekam Kanga erstmal eine Pause und wir schauten uns bei den anderen, schon erfahrerenen Teams den einen oder anderen Trick ab. Die im Erfahrungsaustausch gewonnenen Erkenntnisse sollten dann im zweiten Trail sogleich ihre Anwendung finden.
Und siehe da, nachdem wir mit Kanga einen Schritt „rückwärts“ gemacht und Claudia und René ihre Bewegungslinien geändert haben, lief es schon deutlich besser.
Beim trailen der anderen Hunde konnten alle ihre Fähigkeiten im „Traillegen“ verbessern, denn einen guten Trail nach dem Können des Hundes zu legen ist dann doch nicht so einfach wie man vielleicht denkt.
Am späten Nachmittag schlug uns Sabine vor die Belohnung beim Auffinden des „Opfers“ für Kanga von Futter auf Spielzeug umzustellen. Trotz einigen Bedenken unsererseits nahmen wir das Vorhaben in Angriff. Schon beim Gang zum Trail wurde sie mit ihrem Ball „verrückt“ gemacht und Kanga zog wie dumm an der Leine. Auch beim legen des Trails sollte sie zuschauen und man merkte ihr an, dass sie es unerhört fand das Martin mit ihrem Ball in den Wald zog.
Nach der Aufnahme des Geruchsträgers und dem Kommando „Such“ war sie dann nicht mehr zu halten und sie lief die ca. 300 m lange Strecke nahezu fehlerfrei an den zur Kontrolle gesteckten Fähnchen ab. Die Kombination der Belohnung aus Würstchen (weniger) und Spiel mit dem Ball (mehr) waren dann der verdiente Lohn für die tolle Leistung. Wir haben erkannt, dass schon kleine Veränderungen der Abläufe erstaunliche Anfangserfolge bringen können.
Unsere Aufgabe ist es jetzt die erlernten Fähigkeiten im Training zu vertiefen.
Gegen 19 Uhr traten wir nach einem lehrreichen Tag und der Erkenntnis tolle Menschen kennengelernt zu haben erschöpft aber glücklich die Heimreise an.
Vielen Dank an Sabine, Leila und die beiden Italiener Georg und Martin.